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Historie

Gründung des Pflegehauses durch die Damen Luise und Caroline Freiin von der Recke. Das ganze Pflegehaus mit seiner Inneneinrichtung, mit Hausrat und Vieh wurde auf 1500 Taler veranschlagt und sollte für die ersten Jahre etwa 20 Pfleglingen Raum bieten. Zur Beschaffung dieser Summe wurden keine Beihilfen aus öffentlichen Mitteln erbeten. Vielmehr schritt man zur Selbsthilfe, um anderen zu helfen. Töchter aus adeligem Hause verbanden sich mit gleichgesinnten Freunden und Nachbarn zu einem Kreis, der sich selber die Einschränkungen eines einfachen Lebens auferlegte, um mit Groschen für Groschen und Taler für Taler die nötigen Gelder zu ersparen.


Der junge Zimmermannsgeselle Niedringhaus aus Blasheim schnitzte über die Eingangstür die Worte aus Lukas 24,29: „Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt.“

Nach dem Tod der beiden Gründerinnen wurde nach den Bestimmungen des Erbvertrages die Stiftung Obernfelder Pflegehaus gegründet. Von nun an sollte das Haus durch einen ehrenamtlichen Stiftungsvorstand geleitet werden. Nach der Satzung von 1914 besteht der Vorstand – auch heute noch – aus dem jeweiligen Besitzer des Rittergutes Obernfelde, einem weiblichen Mitglied aus der Familie von der Recke oder von Ledebur und aus dem jeweiligen Pfarrer der Kirchengemeinde Blasheim.